Freitag, 5. März 2010

ADONISRÖSCHEN


ADONISRÖSCHEN

  • Niedriger Blutdruck
  • Funktionelle Herzschwäche
  • Rheumatische Herzbeschwerden
  • Leichte Herzklappenfehler
  • Bronchialasthma
  • Wissenschaftlicher Name: Adonis vernalis
  • Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
  • Inhaltsstoffe: Verschiedene Digitalis-Glykoside: Adonidosid, Adonivernosid, Cymarin, Adonitoxin. Cholin, Harz.
  • Sammelzeit: April / Mai
  • Das Haupteinsatzgebiet des Adonisröschens ist das Herz und seine verschiedenen Schwächen.
Anwendung:
Da das Adonisröschen giftig ist, sollte man nicht damit spaßen und auch nicht wild rumexperimentieren. Es ist im Allgemeinen deutlich milder als der Fingerhut und kann diesen manchmal ersetzen, wenn man Fingerhut-Präparate nicht verträgt. Am sichersten ist die Anwendung von Fertigpräparaten, z.B. aus der Apotheke, denn in solchen Fertigpräparaten ist die Menge der Wirkstoffe immer einheitlich, sodass eine sichere Dosierung möglich ist. Und das auch nur auf Rat eines Fachmanns. Ansonsten ist eine Tinktur wirksamer als ein Tee, weil die Glykoside teilweise nicht wasserlöslich sind. Ein großer Teil der Wirkstoffe wird jedoch schon im Magen zerstört, denn die Glykoside reagieren empfindlich auf die Magensäure.
Die Pflanze ist geschützt!
Also nur sammeln, wenn man sie selbst angebaut hat.
Das Adonisröschen ist eine stark wirkende Heilpflanze, die ähnlich wirkt wie der Fingerhut und entsprechend auch giftig ist, wenn auch weniger giftig als der Fingerhut. In der normalen Hausapotheke hat das Adonisröschen deshalb nichts zu suchen, sondern gehört in die Hand eines Fachmanns. Im Gegensatz zum Fingerhut sammeln sich die Digitalis-Glykoside des Adonisröschens nicht im Körper an und sind daher eher geeignet, über einen längeren Zeitraum eingenommen zu werden.
Pflanzenbeschreibung:
Das Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunkulazeen) und gedeiht auf kalkhaltigem Boden an warmen eher trockenen Stellen. Im April und Mai blüht das Adonisröschen in kräftigem Gelb.

AHORN

AHORN
  • macht Knochen stark
  • und starke Nerven
Ahornsirup gehört im Norden Amerikas auf jeden Tisch und bei uns wird er auch immer beliebter. Zwischen 80 + 90 % der weltweiten Produktion werden in und nähe der Provinz Québec in Kanada erwirtschaftet. In den dichten Wäldern Kanadas wird jedes Jahr im Frühling der Saft aus den wildwachsenden Zuckerahornbäumen gewonnen und zu Ahornsirup verarbeitet. Je nach Erntezeitpunkt gibt es unterschiedliche Farben und Aromen. Nach der traditionellen Methode werden fünf kleine Löcher in den Stamm des Ahornbaumes gebohrt. Die klebrige Flüssigkeit wird in Eimern gesammelt oder fließt direkt über Leitungssysteme zu den so genannten „Sugar Shacks“, den Zuckerhütten. Für einen Liter Ahornsirup werden etwa 30 bis 50 Liter Saft benötigt, die ein einzelner Baum in etwa 2 Wochen hervorbringen kann. Erst ab einem Alter von 40 Jahren eignen sich die Bäume zum Anzapfen.
Tee aus den Blättern und der Rinde des Zuckerahorns verwendeten schon die Indianer früher zum Reinigen von Wunden und zur Hautpflege, innerlich angewendet soll er die inneren Organe stärken. Ein Glas heiße Milch oder Kräutertee mit Ahornsirup entspannt und hilft bei Einschlafstörungen. Fühlt man sich schlapp und kraftlos, kann ein Löffel Ahornsirup rasch Energie liefern. Wer ihn nicht so pur mag, kann den Sirup auch mit etwas Kefir oder Quark vermischen. Wer Ahornsirup zum Süßen verwendet, kann die Hälfte bis drei Viertel an Zucker einsparen. Mit Ahornsirup bekommen Gerichte viel zusätzliches Kalzium für gesunde Knochen und B-Vitamine für starke Nerven.
Ahornsirup besteht zu knapp 90 Prozent aus Saccharose und zu rund 10 Prozent aus Glucose und Fructose. Außerdem enthält er etwa 1 Prozent Eiweiß und Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Mangan, Natrium, Zink, Eisen, Zinn und Kupfer.

ALGEN

ALGEN

  • Bauen Schadstoffe ab
Tagtäglich sind wir unzähligen Schadstoffen in unserer Umwelt ausgesetzt. Gifte lagern sich in den Organen und im Bindegewebe ab.
Folge: Chronische Erkrankungen, zum Beispiel Rheuma. Forschungen haben ergeben, dass Süßwasseralgen Schwermetalle (Cadmium und andere Umweltgifte) binden, gleichzeitig die körperlichen Abwehrkräfte fördern und dem Organismus wertvolle Nährstoffe zuführen. Besonders rheumatische Leiden werden mit Algen, die es als Kapseln in der Apotheke gibt, erfolgreich behandelt. Algen helfen auch, das schädliche Quecksilber aus dem ganzen Körper auszuschwemmen, das in den Amalgam-Zahnplomben enthalten ist.

ALOE

ALOE

  • Hilfe bei schlecht heilenden Wunden
  • Hautpflege
  • Geschwüre
  • Schnittwunden
  • Sonnenbrand
  • Cellulite
  • Verbrennungen
Bei der Aloe handelt es sich um eine kaktusähnliche Wüstenpflanze aus der Familie der Liliengewächse. Hauptmerkmal sind ihre dicken, fleischigen Blätter, aus denen ein Saft gewonnen wird, der bei der Wundheilung und Hautpflege eine große Rolle spielt. Aloe enthält als Hauptbestandteil Aloin sowie einige andere Wirkstoffe. Eine Aloe-Tinktur ist wegen ihres ausgezeichneten Regenerationseffektes ein Wunderbares Mittel, um Geschwüre, Schnittwunden, offene Stellen und Wunden aller Art zu heilen. Das natürliche Aloe-Gel nutzt man zum Beispiel bei Verbrennungen, auch bei Sonnenbrand, da dieses Gel die Bildung neuen Bindegewebes fördert.
Zur Pflege der Haut gibt es ebenfalls verschiedene Aloevera-Präparate, die in Kombination mit Fetten wie Jojoba-Öl und Kamille-Wirkstoffen dafür sorgen, dass das Gewebe ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird. Auch bei Cellulitebehandlungen bewirken Massagen mit Aloevera eine verstärkte Durchblutung der Haut und Aktivierung des Stoffwechsels.


ALSTONIA

ALSTONIA
  • Erektion kräftigen
  • abführend, wurmtreibend, antipyretisch, entgiftend
  • milchtreibend, blutdrucksenkend, magenstärkend, herzstärkend
Alstonia auch Ditabaum genannt, dessen Samen vielleicht der Grund für das selige Lächeln auf den Gesichtern indischer Lover des sagenumwobenen Baumes ist, der in Indien und Südostaustralien wächst. Bei Potenzstörungen soll er die Erektion kräftigen und den Orgasmus hinauszögern. Laboranalysen bestätigen: Er enthält das bewusstseinserweiternde Chlorgenin, das den Genitalbereich besonders stark reizt. Gibt es als homöopathische Kügelchen in jeder Apotheke.
Die Rinde soll, fettverbrennend, verdauungsfördernd, abführend, wurmtreibend, antipyretisch, entgiftend, milchtreibend, blutdrucksenkend, magenstärkend, herzstärkend wirken. Hauptsächlich wird sie zur Behandlung von Fieber eingesetzt. Sie gilt auch als ausgezeichnetes Mittel zur Blutreinigung. Das in der Rinde enthaltene Echitamin wird als Blutdruck und Fieber senkend beschrieben. Darüber hinaus soll es Malariaerreger töten. Die jungen und zarten Blätter werden als Breiumschlag auf Geschwüre aufgebracht.

ANANAS


ANANAS
  • Entwässernd
  • Verdauungsfördernd
  • Entzündungshemmend
  • Positive Wirkung auf die Haut
Heimisch ist die Ananas in Asien, im tropischen Afrika und in Mittel.- und Südamerika.
Ihre heilkundliche Eigenschaft besteht darin das sie entwässern, verdauungsfördernd und entzündungshemmend wirkt, weiter hat sie eine positive Wirkung für die Haut. Bei Verstopfung essen Sie  jeweils zwischen den Mahlzeiten zwei Scheiben frische Ananas.
Eingesetzt wird sie bei vermindertem Harnfluss, Appetitlosigkeit, Ödeme, Schlaflosigkeit, Durst, Sonnenstich. Bei übermäßigem Genuss kann es zu Bauchschmerzen kommen.
Die Ananas enthält neben den Vitaminen A, B1 und C wertvolle Enzyme, deren Wirkweise erst in neuerer Zeit gründlich erforscht werden konnte. So wird das Eiweißspaltende Enzym Bromelain in der westlichen Medizin zu Behandlung von Appetit- und Verdauungsstörungen eingesetzt, weiter senken sie den Blutdruck, verdünnen das Blut und beugen gefährlichen Ablagerungen in den Arterien vor. Bromelain wirkt hervorragend vorbeugend bei der Bekämpfung gegen Orangenhaut außerdem enthält Ananas Serotonin und ist somit beim Verzehr gut geeignet um Gute Laune, Wohlbefinden und Entspannung hervorzurufen.

ANGELIKAWURZEL

ANGELIKAWURZEL
  • Gegen Magenkrämpfe
  • Schweißtreibend, blähungshemmend
  • Lindert rheumatische Beschwerden
  • Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden
Die Bitterstoffe und ätherischen Öle aus der Wurzel der Heilpflanze Angelica archangelica (Engelwurz) wirken krampflösend und anregend auf die Magensaftsekretion sowie auf die Bauchspeicheldrüse. Daher wird diese Heilpflanze gern bei Magenkrämpfen eingesetzt. In der Volksmedizin nutzt man sie aber auch bei nervös bedingter Schlaflosigkeit. Bei uns wächst der Engelwurz auf feuchten Wiesen im Mittelgebirge. Es handelt sich um ein sehr  hoch wachsendes Doldengewächs. Engelwurz kann bis zu zwei Meter groß werden. Die kleinen, grünlich-weißen Blüten sind in halbkugelförmigen Doppeldolden angeordnet. Doch Vorsicht, man kann diese Pflanze leicht mit anderen giftigen Doldengewächsen verwechseln. Der getrocknete Wurzelstock der Angelicawurzel riecht und schmeckt sehr aromatisch. Wer sich einen Engelwurz-Tee zubereiten möchte, nimmt zwei Teelöffel davon und übergieflt sie mit einem Viertelliter kalten Wasser. Zwei Minuten aufkochen lassen, abseihen und schluckweise trinken. Angelicawurzel gibt es auch in der Apotheke und in Fertigtees. Anwendungsgebiete: Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden wie leichte krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Blähungen und Völlegefühl.
Als Salbe wirkt Engelwurz schmerzstillend bei rheumatischen Beschwerden.


Angelikawurzel-Öl
Wenn Sie sich körperlich oder seelisch schwach fühlen oder unter Reiseübelkeit leiden, geben Sie ein bis zwei Tropfen der unverdünnten Essenz entweder auf ein Taschentuch oder verreiben sie zwischen den Händen und inhalieren den Duft. Die stärkende Wirkung tritt sofort ein. Bei der Anwendung mit einer Duftlampe  hilft es zur allgemeine Stärkung und zur Infektionsabwehr. Als Massageöl hilfreich bei Rheuma und bei Lähmungen.

ANDORN

ANDORN
  • Löst Schleim bei festsitzendem Husten
  • Atemwegsinfektionen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Entzündungen der Leber und der Gallenblase
Andornkraut wird hauptsächlich bei Erkältungskrankheiten durch Infektionen der Atemwege und bei Atemwegserkrankungen mit Verschleimung angewendet. Der Wirkstoff fördert den Auswurf des Schleimes. Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl werden gelindert. Bei Entzündungen der Leber und der Gallenblase ist Andorn auch sehr hilfreich. Eine Tee-Kur kann bei Hämorrhoiden helfen, aber auch bei schlecht heilenden Wunden. Eine äußerliche Anwendung findet Andorn bei Rückenschmerzen und entzündlichen Wunden, wo er als Kompresse eingesetzt wird.
Andorn darf nicht während der Schwangerschaft oder in der Stillperiode angewendet werden.

ANGOSTURA

ANGOSTURA

  • Gut für den Magen
  • Regt Leber und Gallentätigkeit an
Als aromatische Zutat für köstliche Cocktails oder Mixgetränke kennt wohl jeder Angostura. Denn die kleinen Fläschchen sind in allen Bars zu finden. Doch dieser Bitterstoff ist auch eine gute Medizin für den Magen. Er regt die Magensaftsekretion an und hat einen positiven Einfluss auf Leber und Galle. Wer damit Probleme hat, nimmt als einige Tropfen Angostura mit Mineralwasser oder Säften vor dem Essen ein.
Der heilkräftige Saft stammt von einem zehn bis zwanzig Meter hohen Baum aus den Tropengebieten Südamerikas und Westindiens. Ein Schlesischer Arzt gewann auf Trinidad als erster 1796 ein Destillat (mit 44 Prozent Alkohol) aus der Rinde des Angosturabaumes. Es wird noch heute nach dem gleichen Rezept hergestellt.




ANIS

ANIS
  • Löst Krämpfe
  • Bremst Entzündungen
Anissamen als Tee zubereitet oder gemahlener Anis in Milch und Honig helfen bei Magen-Darm-lnfektionen, Blähungen und Bauchkrämpfen. Bei Erkältungen einige Tropfen Anisöl ins Fußbad oder zum Inhalieren  in heißes Wasser geben. In höheren Dosierungen wirkt Anis zusätzlich desinfizierend (antiseptisch).

APRIKOSEN

APRIKOSEN
  • Gegen Kopfschmerzen
  • Verdauungs.- und durchblutungfördernd
  • Gegen Arthrose und Gelenkbeschwerden
Aprikosenkerne klitzeklein gemahlen stecken  traditionell in italienischen Knabberplätzchen (Amaretti). Neu ist die Verwendung von Aprikosenkernen als Kopfschmerzmittel: Ein aus ihnen gewonnener Wirkstoff (in Pangam-Kapseln, Apotheke) soll die Durchblutung im Gehirn verbessern können, damit wieder genügend Sauerstoff in die Zellen strömt. Eine Studie zeigte, dass binnen sechs Monaten die Anfallshäufigkeit bei Migräne und Spannungskopfschmerz um 47 Prozent sinkt – ohne Nebenwirkungen.
Die Aprikose wirkt verdauungs.- und durchblutungfördernd, blutbildend, appetitanregend weiter gegen Arthrose und Gelenkbeschwerden. Außerdem hochwirksames Mittel zur Entwässerung: dicke Beine, entlastet Herz und Kreislauf, unterstützt Behandlung von Rheuma und Gicht.
Übermäßiger Genuss kann zu Schwindel und zu Kreislaufstörungen führen.

ARNIKA

ARNIKA
  • Kräftigt Herz-Kreislauftätigkeit
  • Bei Angina pectoris
  • Lindert Prellungen und Blutergüsse
  • Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen
Wegen ihrer beruhigenden, entzündungshemmenden Wirkung bei Prellungen, schlecht heilenden Wunden und Kreislaufstörungen (Vorsicht, Vergiftungsgefahr) gehört Arnika zu den besten pflanzlichen Heilmitteln, fast so vielseitig wie Aspirin. Verantwortlich dafür ist vor allem das Helenalin. Dieser Inhaltsstoff bremst die Aktivierung eines Immunregularors im Körper und verhindert damit eine zu heftige Entzündungsreaktion. Man kann Arnika sowohl innerlich (als Dragees) als auch äußerlich in Form von Tinktur, Salbe oder Gel anwenden.

ARTISCHOCKEN


ARTISCHOCKEN

  • Senken den Cholesterinspiegel im Blut
  • Stimulieren Leber und Galle
  • Regen Nierentätigkeit an, wirken harntreibend
Anderer Name: Essdistel, sie wird bis zu 2 Meter hoch und blüht im Sommer. Die Heilwirkung steckt in den Blätter.
Wie jeder weiß, ist Fett schwer verdaulich, so dass es auf Dauer bei zu fettiger Kost zu Leber- und Gallenstörungen kommen kann: Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen und schließlich eine mangelhafte Aufnahme fettlöslicher Vitamine sind die Folgen.
Wissenschaftler entdeckten in Artischockenblätter fettstoffwechselaktive Enzyme (Cynarin), die das gestörte Leber-Galle-System wieder anregen. Artischocken fördern die Fettverdauung und bauen das überschüssige Cholesterin auf natürliche Weise ab, bis zu 59%. Die Leber wird entlastet, zu vermehrter Gallenbildung angeregt und der Gallenfluss wieder in Gang gebracht. Somit wird auch die Bildung von Gallensteine verhindert.
Nach starkem Alkoholgenuss leidet die Leber meist noch Wochenlang. Ein Hochdosierter Artischocken-Extrakt befreit die Leber von den Folgen der Alkoholstrapazen, von Umweltgiften und sogar von Medikamentenresten, die sich etwa bei einer Krebsbehandlung ablagern. Durch den Fettkiller Artischocke wirken Diäten viel schneller.
Ursprünglich in den Mittelmeerländern beheimatet, sind Artischocken heute nahezu weltweit verbreitet. Erste Aufzeichnungen ihrer Anwendung zu Heilzwecken wurden bereits bei den alten Griechen und Römern gefunden. Im Mittelalter erreichten sie Deutschland, wo ihr Saft gegen Leber- und Gallenleiden, Wasser- und Gelbsucht verordnet wurde. In Frankreich gründeten naturheilkundlich orientierte Ärzte sogar eine Artischocken-Heilkunde, die Cynaratherapie.
Dieser Begriff ist abgeleitet vom Gattungsnamen der Artischocke (Cynara scolymus), ebenso die Bezeichnungen für ihre wichtigsten Heilsubstanzen:
Das Cynaropikrin ist ein Bitterstoff der die Verdauung unterstützt, die Produktion von Magensaft aktiviert, die Blutgefäße kräftigt, die Bildung von Blutkörperchen fördert und die Blutzirkulation anregt.
Das Cynarin, die bedeutendste Wirksubstanz in der Artischocke und ebenfalls ein Bitterstoff, besitzt antitoxische Wirkung auf die Leber, das heißt, es unterstützt sie bei ihrer Arbeit als Entgiftungsorgan des Körpers. Außerdem fördert es die Bildung von Gallensaft, lindert Übelkeit, Völlegefühl und beseitigt Blähungen. Darüber hinaus senkt Cynarin überhöhte Blutfettwerte, vor allem die des schädlichen LDL-Cholesterins, und schützt dadurch vor Gefäßverkalkung und deren Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch beugt Cynarin der Bildung von Gallensteinen vor, die zu rund 80 Prozent aus Cholesterin bestehen. In neuen Studien ergaben sich sogar Hinweise, dass Cynarin blutzuckerregulierend, zellverjüngend und entzündungshemmend wirkt.
Der Pflanzenfarbstoff Silymarin ist eine Mischung aus mehreren Wirksubstanzen. Silymarin, das in einer Konzentration von bis zu drei Prozent in den Früchten der Artischocke enthalten ist, hat eine stark antioxidative Wirkung. Das heißt, es kann freie Radikale neutralisieren und unschädlich machen.
MITTEL VOM SAFT BIS ZUM EXTRAKT
Diese äußerst aggressiven Teilchen attackieren das Erbgut in den Körperzellen und können dazu führe, dass diese zu Krebs entarten. Außerdem greifen sie die Innenwände von Blutgefäßen an, machen sie brüchig und fördern dadurch die Bildung schädlicher Ablagerungen. Zur Vorbeugung und Linderung von Leiden verwendet man Artischockensaft (Apotheke, Reformhaus), hochdosierten Trockenextrakt der Heilpflanze (Apotheke) oder auch verschiedene Zubereitungen mit Artischockenblättern und -früchten, die es getrocknet in Kräuterläden und Apotheken gibt. Man kann außerdem frische Blätter nehmen, die bei der Zubereitung der Artischocken in der Küche nicht verwertet werden.
Nachfolgend Tips für die Anwendung:
Zur Anwendung der Lebertätigkeit: Zwei Teelöffel Artischockensamen in einem Mörser zerquetschen und sie mit einem Viertelliter kaltem Wasser übergießen. Den Ansatz zehn Minuten stehen lassen und ihn dann allmählich zum Sieden bringen. Anschließend zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen und über den Tag verteilt diese Menge trinken.
Anregend auf die Leberfunktion wirkt auch Tee aus Artischockenblättern: Einen Teelöffel mit einem Viertelliter heißem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und danach abseihen. Morgens und abends jeweils eine Tasse davon trinken.
Zur Unterstützung der Verdauung, gegen Blähungen und Völlegefühl:
Zehn Teelöffel getrocknete Artischockenblätter mit 0,25 Liter 60 prozentigem Alkohol (aus der Apotheke) ansetzen und unter täglichem aufschütteln zehn Tage stehen lassen. Danach durch ein Tuch abseihen. Zu den Hauptmahlzeiten oder bei Bedarf jeweils einen Teelöffel davon einnehmen. Schmeckt die Artischockentinktur zu bitter, nimmt man sie verdünnt mit einem Glas lauwarmem Wasser ein.
Gegen erhöhte Blutfettwerte:
Frischpflanzensaft mit seinem hohen Anteil an Cynarin trägt zur Normalisierung des Blutfettspiegels bei und wirkt der Gefäßverkalkung entgegen. Die Anwendung (nach Rücksprache mit dem Arzt) sollte sich über einige Monate erstrecken. Pro Tag einen bis zwei Teelöffel Saft einnehmen, unverdünnt oder in einem Glas lauwarmen Wasser, Molke oder Tee.
Zur Anregung der Gallentätigkeit und Bildung von Gallensaft: Zwölf Esslöffel getrocknete Artischockenblätter auf einen halben Liter trockenen Weißwein geben. Den Ansatz unter täglichem Aufschütteln zehn Tage stehen lassen und dann durch ein Tuch abseihen. Von dem Artischockenwein mittags und abends je ein Schnapsglas zu den Mahlzeiten trinken. Vorsicht: Nicht bei Gallensteinleiden und Gallengangverschluss anwenden!
Zur Aktivierung der Nierenfunktion und Unterstützung der Harnbildung:
Einen knappen Teelöffel getrocknete Artischockenblätter mit 0,1 Liter heißem Wasser übergießen, zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen und abseihen. Diese Menge mittags und abends zu den Mahlzeiten trinken.
EINE KUR FÜR DIE ENTSCHLACKUNG
Saftkur zur Entgiftung und Entschlackung des Organismus: Über den Zeitraum von sechs Wochen morgens, mittags und abends nach dem Essen einen Teelöffel Artischockensaft einnehmen, unverdünnt bzw. mit Wasser, Tee oder Molke. Gesichtsmaske zur Regeneration angegriffener und unreiner Haut: Einen gehäuften Teelöffel Artischockenblätter mit 0,1 Liter heißem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Von diesem Ansatz so viel in 50 g Quark einrühren, bis eine gut streichfähige, breiige Masse entsteht. Diese auf die Gesichtshaut auftragen, 20 Minuten einwirken lassen, dann mit klarem, lauwarmen Wasser abwaschen. Die Maske mindestens zweimal, besser dreimal wöchentlich über den Zeitraum von vier Wochen anwenden.

AUGENTROST

AUGENTROST
  • Lidentzündung
  • Gerstenkörner
  • Heuschnupfen
Die Heilpflanze Augentrost ist auch unter den Namen Augustinuskraut, Herbstblume oder Wiesenwolf bekannt. Sie wächst vor allem in lichten Wäldern in bergigen Gegenden Europas. In der Volksmedizin verwendet man das blühende Kraut als Teeaufguss für die äußerliche Anwendung bei Augen- oder Lidrandentzündung und Gerstenkorn. Ein bis zwei gehäufte Teelöffel zerschnittenes Augentrostkraut wird mit einem Viertelliter kaltem Wasser übergossen und langsam zum Sieden gebracht. Danach lässt man den Tee noch zwei Minuten ziehen. Nach dem Abseihen ist er fertig. Für Augenwaschungen hat es sich bewährt, wenn man wenige Kristalle Kochsalz hinzufügt, um den Tee der Tränenflüssigkeit anzugleichen.
Augentrost tut nicht nur den Augen gut, sondern kräftigt alle Schleimhäute, egal ob die Nase läuft, die Nebenhöhlen verstopft sind, ob Husten die Lunge quält oder die Magenschleimhäute gereizt reagieren. Augentrosttee reinigt und stärkt die Schleimhäute und verbessert damit auch die körpereigenen Abwehrkräfte.
Dazu sollten Sie den Tee über einen längeren Zeitraum – etwa 6 Wochen lang – trinken.
Ständig tränende, gerötete, geschwollene und brennende Augen – für Pollenallergiker beginnt der Frühling oft mit unangenehmen Begleiterscheinungen. Heilpflanzenauszüge aus Augentrost wirken bei Heuschnupfen reiz- und entzündungslindernd. Zwei Teelöffel mit 0.3 Liter Wasser aufgießen und kochen, fünf Minuten ziehen lassen. Ein Tuch oder Wattebäusche mit dem abgekühlten Aufguß tränken und ca. eine Viertelstunde auf die geschlossenen Augenlider legen.


BALDRIAN

BALDRIAN
  • Beruhigungsmittel
  • bei nervöser Schlaflosigkeit und Herzklopfen
  • Beruhigung von Nervensystem und Körper
  • Schlaflosigkeit
  • Nervosität
  • Magenkrämpfe
  • Reizmagen
Der echte Baldrian ist schon seit Jahrhunderten als Beruhigungsmittel bekannt. Sein lateinischer Name, „Valeriana“, kommt von „valere“; das bedeutet: sich wohl befinden. Im Englischen wurde ihm sogar der Name „Allheal“ gegeben: Allesheiler. Früher glaubte man, Baldrian könne sogar den Teufel vertreiben. In Braunschweig galt er als Hexenanzeiger. Man hängte die getrocknete Pflanze an die Stubendecke. Kam eine Hexe ins Zimmer, so begann der Baldrian zu pendeln.

Er wächst auf feuchten und sumpfigen Wiesen in den gemäßigten Zonen Europas wie Asiens. Die Wurzeln mit den walzenartigen Nebenwurzeln werden vor der Blüte im März und April gesammelt. Baldrian ist ein echtes Sedativum. Das heiflt: er wirkt beruhigend auf das Zentralnervensystem, hilft bei nervösen Erregungszuständen, bei nervöser Schlaflosigkeit und Herzklopfen. Auch bei Angst und Spannungszuständen tut er gut. Im Gegensatz zu vielen Beruhigungsmitteln läflt dabei die Konzentrationsfähigkeit nicht nach; sie erhöht sich eher. Auch das Leistungsvermögen wird gesteigert. Deshalb kann man Baldrian bedenkenlos auch beim Autofahren nehmen. Baldrian dämpft nicht. Er ist kein Schlafmittel, sondern entspannt nur und erhöht dadurch die Schlafbereitschaft.

Seine Wirkungen bekommt der Baldrian durch das sehr kompliziert aufgebaute ätherische Öl (das ebenfalls „Baldrian“ genannt wird). In jüngster Zeit ist es gelungen, besonders wirksame Bestandteile des Baldrians zu isolieren. Die „Valepotriate’“ wirken auf das unwillkürliche Nervensystem, das Herzschlag und Verdauung steuert. Die Valepotriate sind aber chemisch instabil und deshalb in den klassischen Baldrian-Zubereitungen wie Extrakt und Tinktur, die man kaufen kann, gar nicht mehr enthalten. Deshalb ist es weit besser, wenn Sie sich Baldriantee selbst zubereiten: Sie übergießen morgens zwei Teelöffel getrocknete Baldrianwurzel mit einem Glas kaltem Wasser und lassen das bis zum Abend stehen. Zum Trinken erwärmen Sie den Tee dann nur ganz leicht.

Steckbrief:
wissenschaftlicher Name: Valeriana officinale
englischer Name: Valerian
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln (Blüten)
Inhaltsstoffe: Baldriansäure u.a.
Sammelzeit: Wurzel: Oktober, Blüten: Juli / August

Anwendung:
Bei allen Zuständen von Nervosität, Schlaflosigkeit und vielen psychosomatisch bedingten Krankheiten (z.B. Magengeschwür oder – krämpfe) kann Baldrian als Tee, Tinktur oder Pulver (z.B. Tabletten) eingesetzt werden. Bei Schlaflosigkeit empfiehlt sich vor dem Schlafengehen ein Tee aus Baldrian, Hopfen, Beifuss und Melisse, der in kleinen Schlucken langsam getrunken wird. Da Baldrian nicht müde macht, kann er auch bei Prüfungsangst eingesetzt werden. Inzwischen gibt es Baldrianprodukte in jedem gröfleren Supermarkt. Sie können viele Psychopharmaka ersetzen, weil sie nicht nur ungefährlicher wirken sondern auch nicht süchtig machen.

Pflanzenbeschreibung:
Im Frühjahr wachsen zuerst die unpaarig gefiederten Blätter aus der Erde und bilden ein luftiges Kissen. Ende April steigen die ersten Stiele aus den Blättern auf und wachsen bis zum Sommer bis zu 2 m hoch. Dann entspringen im Juli oder August aus jedem Stengel mehrere rosafarbene Trugdolden, die sich luftig über die anderen Pflanzen der Umgebung erheben. Ein zarter angenehmer Duft geht von den Blüten aus. Katzen mögen diesen Duft ganz besonders gern, daher wird der Baldrian auch Katzenkraut genannt.

BASILIKUM

BASILIKUM

  • Kopfschmerzen durch äußeren Ursprungs
  • Magenschmerzen
  • Verstopfung, Durchfall
  • Sodbrennen, Appetitlosigkeit
  • Blasenerkrankungen, Entzündungen
  • Hautausschläge, Schwellungen, Insektenstiche
  • Parodontitis, stark tränende Augen
  • Unregelmäßige Menstruation
Das beliebte Küchenkraut Basilikum ist jetzt vom Bundesgesundheitsamt als Heilkraut zugelassen worden. Das frische Kraut oder ein Tee aus getrockneten Blättern hilft bei Völlegefühl und Blähungen. Zwei Teelöffel getrocknetes Basilikum-Kraut mit einer Tasse heißem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 Minuten abseihen. Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, wird zwei - dreimal täglich eine Tasse frisch zubereiteter Tee zwischen den Mahlzeiten getrunken.

BEIFUSS

BEIFUSS
  • Hilft bei Unterleibskrämpfen
  • Magen- und Darmstörungen
  • Mundgeruch
  • Blasenleiden, Galle- und Leberkrankheiten
Der Beifuss (lat. Artimisia vugaris) gilt als Unkraut, wächst an Wegrändern, in Kiesgruben sowie Steinbrüchen. Er kann bis zu 1,50 Meter hoch werden. Diese Pflanze mit den gelben oder rötlichen Blütenköpfchen hat es aber in sich. Ihre Wirkstoffe sind Bittersubstanzen, ätherische Öle sowie Gerbstoffe und Imulin. Seit dem Mittelalter wird Beifuss vor allem in der Frauenheilkunde verwendet. Er soll die Fruchtbarkeit stärken, die Geburt erleichtern, die Nachgeburt fördern und Schmerzen bei der Menstruation lindern sowie ihre Unregelmäßigkeiten ausgleichen.
Beifußtee hilft auch bei starken Magen- und Darmstörungen mit üblem Mundgeruch sowie bei Stein- Blasenleiden, Galle- und Leberkrankheiten. Für den Tee nimmt man einen gehäuften Teelöffel geschnittenes Beifußkraut und übergießt dies mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Der Tee soll ein bis zwei Minuten ziehen, wird dann abgeseiht und ungesüßt ein- bis dreimal täglich eine Tasse getrunken. Man muss seinen bitteren Geschmack akzeptieren. Süßen hilft nicht. In der Küche macht Beifuss im Kochwasser den Rosenkohl bekömmlicher.

Artikel zu Malaria:

BEINWELL

BEINWELL
  • Hilft bei Knochenhautreizungen
  • Gelenkentzündungen
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • Prellungen
  • Lindert Entzündungsschmerz
  • Hilft auch bei Haarausfall
lnhaltsstoffe: Schleimstoffe, Allantoin, Gerbstoffe.
Die heilende Wirkung des Beinwells ist wissenschaftlich belegt, verwendet wird die Wurzel der Pflanze. Zubereitungen aus dem Beinwell zur äußerlichen Anwendung fördern die Heilung von Wunden und Verletzungen. Die verschiedenen Inhaltsstoffe tragen zur Heilung bei. Das Cholin hemmt die Bildung von Ödemen und fördert die Durchblutung des verletzten Gewebes. Der Wirkstoff Allantoin ist für das Zellwachstum sehr wichtig. Aber nur das Allantoin in Verbindung mit den Schleimstoffen des Beinwells kann zur Neubildung des Gewebes beitragen. Die Gerbstoffe im Beinwell wirken antimikrobiell. Frische oder getrocknete Blätter und Wurzeln des Beinwells kommen äußerlich zur Anwendung bei Verletzungen des Bewegungsapparates, Zerrungen, Verstauchung, Prellungen, Quetschungen, Sehnenscheidenentzündungen, Gelenkentzündungen, Knochenbrüchen, Rheuma (rheumatoide Arthritis), Arthrose, Gichtknoten, Knochenhautentzündungen, Bluterguss (Hämatom), Narbenschmerzen und Schnittwunden. Anwendung in Form von Umschlägen.
Als Tee bei Mundschleimhautentzündungen. Teebereitung: Zwei bis drei Teelöffel gepulverte Wurzel mit 100 Milliliter siedendem Wasser übergießen. Nach zehn bis 15 Minuten durch ein Teesieb geben.
Für Umschläge: Ein Teil Wurzel mit zehn Teilen siedendem Wasser übergießen. Zehn Minuten leicht kochen lassen und abseihen.
Präparate: Es gibt mehrere Präparate, die Beinwell enthalten, auch in Kombination mit durchblutungsfördernden Stoffen. Ein hoch dosierter Spezialextrakt der Beinwellwurzel ist die Kytta-Salbe® aus der Apotheke. Schmerzstillend wirkt Beinwell als Kompresse.
Tipps: Beinwell nicht auf verletzter Haut anwenden. Anwendung in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Überschreiten Sie die Dosierungsempfehlung von Arzt oder Apotheker nicht.

BIENENSALBE

BIENENSALBE

  • Schützt Haut vor Umweltschäden
  • Entzündungshemmend
  • Keimtötenden
Wegen Ihrer entzündungshemmenden, keimtötenden Wirkung ist Bienensalbe mit Bienenwachs, Tannenharz, Propolis und Nachtkerzenöl ideal, um die raue, rissige Haut zu heilen beziehungsweise zu schützen. Zahlreiche Menschen leiden unter einer trockenen Haut, die bei Wind und Kälte zudem leicht spröde und wund werden kann. Hier hilft Bienensalbe (aus dem Reformhaus), die man immer bei sich haben sollte. In Schweden hat man sogar untersucht, wie Akne oder Psoriasis auf die Bienensalbe reagieren. Es ist inzwischen wissenschaftlich belegt, dass das Hautbild bei solchen Erkrankungen wesentlich verbessert und der natürliche Heilungsprozess beschleunigt wird.

BIRKEN


BIRKEN
  • Birkenrinde zerstört Krebszellen
  • Birkenblätter kurbeln den Stoffwechsel an
  • helfen bei Rheuma und Gicht
Die aus der Birkenrinde gewonnene Substanz Betulinsäure zerstört Krebszellen, vor allem beim Melanom, dem „schwarzen Hautkrebs“. Das fanden Wissenschafter des Nationalen Krebsforschungs-Institutes in Bethesda (USA) heraus. Dieses Forscherteam um Dr. M. Wall, das auch das Antikrebsmittel Taxol in der Rinde von Eiben entdeckte, hat bereits 2500 Pflanzenextrakte auf ihre Wirkung gegen Tumoren untersucht. Die Betulinsäure hat einen völlig anderen Wirkmechanismus als das Taxol oder die meisten herkömmlichen Medikamente gegen Krebs. Sie greift in den Stoffwechsel der Tumorzellen ein und unterbricht zunächst die Zellteilung. Zugleich bewirkt die Substanz aber auch den Zerfall der Krebszellen, indem sie deren Erbgut beeinflusst. Der Wirkstoff kann sehr leicht aus seiner Grundsubstanz Betulin hergestellt werden, die der Göttinger Chemiker Tobias Lowitz bereits 1788 entdeckte. Die Rinde der Birke (lat.: betula) enthält je nach Art bis zu 25 Prozent Betulin. Weil dieser Baum schnell wächst und in der Möbelindustrie gebraucht wird, dürfte an Rinde für die Medikamentenherstellung kein Mangel herrschen.

Birkenblätter kurbeln den Stoffwechsel an:
Die Blätter der Birke besitzen große Heilkraft. Denn Birkenblättertee ist eines der besten Diuretica (wassertreibende Mittel), die wir in der Naturheilkunde kennen. Der Tee wirkt milde und hat den Vorteil, dass die Nieren nicht gereizt werden. Deshalb wird er auch bei Nierensteinen empfohlen und hat einen positiven Einfluss auf Stoffwechselstörungen, Rheuma und Gicht.
Birkenblätter enthalten unter anderem Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, ätherisches Öl sowie Vitamin C. Wenn sie damit eine Kur machen, kommt es zu einer vermehrten Harnausscheidung, der gesamte Stoffwechsel wird angekurbelt und der Körper entschlackt. So eine Kur mit drei Tassen Birkenblättertee pro Tag sollte etwa vier Wochen dauern. Man kann die fertige Droge als Tee in der Apotheke kaufen. Doch nach Beendigung der Entwässerungskur muss der Tee wieder abgesetzt werden. Übrigens sind Birkenblätter Bestandteil zahlreicher Teemischungen gegen Stoffwechselstörungen, Rheuma, Gicht sowie zur Frühjahrs- und Herbstkur.
Und so wird er zubereitet:
Zwei gehäufte Teelöffel Birkenblätter werden mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen und nach etwa zehn Minuten abgeseiht. Der Tee sollte mäßig warm getrunken werden. Bei dieser Dosierung sind keine Nebenwirkungen zu befürchten. Übrigen: Tee abgedeckt ziehen lassen, damit die ätherischen Öle erhalten bleiben.
Den Sud aus Birkenblättern kennt man bei uns vor allem als Haartonikum. Auch Spülungen mit Birkenblättertee sollen gegen Haarausfall wirken. Mit Birkensaft bekämpft man beispielsweise Magenkoliken. Und eine Salbe aus Birkentee, der aus der Rinde gewonnen wird, soll gegen Hornhaut und Schrunden helfen.

BIER

BIER

  • Beugt einer Verengung der Herzkranzarterien vor
  • Erhöht das gute Cholesterin vom Typ HDL
  • Schützt vor Alzheimer
  • Kann aber zu Gicht und Magnesiummangel führen

Ist Bier "flüssiges Brot"

Ein Glas "normales" Kölsch enthält etwa so viele Kalorien wie ein Brötchen, nämlich rund I00. Wer also auf einer Zechtour 2L Kölsch konsumiert, der hat seinem Körper soviel Brennwert zugeführt wie jemand, der 10 Brötchen gegessen hat. Übrigens: Je mehr Alkohol ein Bier enthält, umso höher ist auch der Brennwert des Getränks.

Macht Bier dick?

Biertrinken regt den Appetit an und lockert auch die Selbstkontrolle; so kann es passieren, dass einer mehr isst als für ihn gut wäre. Bier selbst enthält kein Fett, doch auch der Alkohol wird vom Stoffwechsel des Körpers verbrannt. Energie, die der Körper nicht nutzen kann, wandelt er aber in Fett um - es kommt zum Bierbauch. Wer schlank bleiben will, sollte es mit Alkoholfreiem versuchen.

Wirkt Bier verdauungsfördernd?

Bier regt die Produktion der Magensäure an. Soviel Säure, wie das Bier hervorbringt, braucht der Magen aber gar nicht, wenn er eine normale Mahlzeit verdaut. Die Überschüsse können einiges anrichten: Die Magenschleimhaut wird gereizt, auf Dauer möglicherweise geschädigt, die Speiseröhre kann beim Überschwappen der Säure ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden es kommt zu Sodbrennen.

Maximale Tagesdosis beim Biergenuss in Liter pro Tag:

Bierart ......Alkoholgehalt ...... Männer ...... Frauen

Bockbier. 6,0 % und mehr ... 0,6 Liter... . 0,3 Liter

Weißbier ....... 5,1 % ..............0,7 Liter... 0,3 Liter

Lagerbier .......4,2 % ..............1,0 Liter ...0,5 Liter

Pils .................4,8 % .............0,8 Liter... 0,4 Liter

Kölsch ............4,9 %........... 0,75 Liter . 0,35 Liter

Alt ................. 4,8 % ............ 0,8 Liter ... 0,4 Liter

Ein Bier am Tag kann das Blut verändern und das Risiko der Verengung von Koronararterien verringern. Ein halber Liter am Tag kann das gute HDL-Cholesterin erhöhen. Bier schützt vor Alzheimer, weil es viel Silizium enthält. Denn dieses Mineral bindet giftiges Aluminium im Körper - einen der Mittäter beim schleichenden Hirntod. Ein mäßiger Bierkonsum kann aber auch Osteoporose vorbeugen.

Bisher wurde immer das Glas Rotwein als effektivster Schutz vor Arterienverkalkung und Herzinfarkt gelobt. Nun konnte J. M. Gazlano mit seinem Forscherteam beweisen. Es ist nicht die

Traube, die den Cholesterinstoffwechsel günstig beeinflusst und eine Verkalkung der Blutgefäße hemmt, sondern der Alkohol. Der erhöht nämlich die Zahl der Cholesterintransporter (auch HDL - Cholesterin genannt). Und die nehmen überschüssiges Cholesterin aus den Zellen und die bereits vorhandenen Ablagerungen in den Blutgefäßen auf und entsorgen sie über die Blutbahn.

BISCHOFSKRAUT

BISCHOFSKRAUT
  • Herzschmerzen
  • Durchblutung der Herzkranzgefäße
Bischofskraut enthält die Substanz Visnadin, die eine ausgeprägte Steigerung der Durchblutung der Herzkranzgefäße bewirkt. Weitere Substanzen des Bischofskrauts wie Khellin und  das herzwirksame Glykosid Khellinin, verstärken die Visnadin – Wirkung. Schmerzen, Enge- und Druckgefühl im Brustkorb, Brennen hinter dem Brustbein und Atemnot oder werden deutlich gebessert. Daher wird Bischofskraut gerne zur Behandlung der Angina Pectoris verwandt. Leichtere Formen von Atembeschwerden (spastische Bronchitis, Asthma) und kolik artige Schmerzen der Nieren, der Galle und des Darms können mit diesem Heilpflanzenextrakt behandelt werden. Aus den Früchten des Bischofskrauts werden einzelne Inhaltsstoffe gewonnen, die zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden. Bischofskraut-Extrakt wird in Form von Fertigpräparaten angewendet.
Doch Vorsicht: Präparate aus Bischofskraut können Nebenwirkungen haben. Diese können zum Beispiel Übelkeit oder Schwindel sein. Auch können sie zu Appetitlosigkeit und zu Kopfschmerzen führen, aber auch zu Verstopfungen sowie zu starken allergischen Reaktionen. Bei einigen führt die Anwendung von Präparaten aus Bischofskraut auch zu Schlafstörungen.
Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden, außerdem während der Anwendung Sonnenbäder und Solarien meiden!

BITTERSÜSSSTENGEL

BITTERSÜSSSTENGEL

  • hilft bei Neurodermitis
  • hilft bei Hautkrankheiten
Der Bittersüße Nachtschatten wächst als heimische Liane bis zu zwei Metern hoch in feuchten Gebüschen und an Bachufern. Die roten Beerenfrüchte sind giftig. Für den Tee werden deshalb nur die Stengel verwendet.
Fünf Millionen Menschen leiden bei uns an Neurodermitis, werden Tag und Nacht von entsetzlichem Juckreiz gequält, der erst aufhört, wenn sie sich blutig gekratzt haben und die Schmerzen ihn verdrängen. Diese quälenden Beschwerden konnte man bisher nur mit Kortison lindern, was jedoch zur Folge hat, dass die Haut dünn wird wie Pergament. Nun haben US-Wissenschaftler entdeckt, dass die Bittersüßstengel-Pflanze einen Extrakt enthält, der die gleiche Wirkung hat wie dieses Hormon. Bei wissenschaftlichen Tests hat man festgestellt, dass nach der Behandlung mit dem Pflanzenkortison bei 70 Prozent der Patienten der Juckreiz aufgehört hatte. Und bei Ekzem-Patienten war bereits nach wenigen Wochen der Ausschlag verschwunden.
Bei Hautausschlägen (Ekzeme), Rheuma und Asthma hat sich die Pflanze Bittersüßer Nachtschatten bewährt. Jetzt hat das Bundesgesundheitsamt (BGA) die Bittersüßstengel als Heilkraut neu zugelassen, und zwar speziell zur unterstützenden Therapie bei chronischen Ekzemen.
Die Wirkung der Bittersüßstengel beruht vor allem auf hormonartigen Substanzen wie dem Solasodin, die dem entzündungshemmenden Hormon Kortison ähneln. Daraus kann durch chemische Veränderung sogar Kortison hergestellt werden. Das berichtet jetzt die Fachzeitschrift für Phytotherapie.
Kortison ist das stärkste Mittel gegen Allergien und Entzündungen. Das Solasodin ist allerdings schwächer und sanfter in seiner Wirkung als Kortison. In Tierversuchen ist es aber gelungen, mit diesem Pflanzen-Wirkstoff sogar den allergischen Schock zu verhindern. Zur Behandlung der Hautausschläge wird ein Tee aus Bittersüßstengeln (Apotheke) getrunken, der auch äußerlich als Waschung oder Umschlag angewendet werden kann.
Das Rezept für den Tee: Ein Teelöffel Bittersüßstengel mit einer Tasse Wasser kurz aufkochen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Morgens und abends wird je eine Tasse Tee getrunken. Pro Tag sollten aber nicht mehr als höchstens drei Gramm der Stengel als Tee zubereitet werden.
Für die äußere Anwendung wird ein Teelöffel (ein bis zwei Gramm Stengel) der Bittersüßstengel mit einem Viertelliter Wasser kurz aufgekocht, zehn Minuten ziehen gelassen, dann abgeseiht. Mit dem Extrakt wird der Hautbereich gewaschen, oder es werden Umschläge gemacht.

BOCKSHORNKLEE

BOCKSHORNKLEE
  • Verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers
  • Bessere Gehirndurchblutung
  • Senkung des Blutzuckers
  • Hilfreich bei Venenerkrankungen, Krampfadern und Hämorrhoiden
Seit der Antike zählt Bockshornklee zu den wirksamen Heilpflanzen. Bei uns ist er etwas in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, denn der so genannte aktive Bockshornklee aus der Apotheke kann viel für die Gesundheit tun. Er verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers, was sich durch ein verstärktes Gedächtnis bemerkbar macht. Die mentale Fitness und auch die Abwehrkräfte werden gesteigert. Durch die bessere Sauerstoffversorgung können Schwindelanfälle reduziert, Schlaf und das Wohlbefinden verbessert werden. Selbst Gelenkprobleme lindert der hohe Saponin-Anteil. Aktiviert wird der Bockshornklee mit einem speziellen Vitamin E.
Verwendet werden sowohl die Blätter (frisch und getrocknet), als auch der getrocknete Samen (ganz oder gemahlen). Bockshornklee schmeckt würzig bitter und leicht mehlig und enthält nur geringe Mengen an ätherischem Öl.
Bockshornklee wird auch bei Venenerkrankungen, vor allem Krampfadern und Hämorrhoiden wirksam eingesetzt. Die Samen bewirken nachweislich eine Senkung des Blutzuckers und des LDL-Cholesterins.

BOHNEN

BOHNEN, grüne

  • Senken das schädliche LDL-Cholesterin
  • Kontrollieren Insulin und Blutzucker
  • Senken den Blutdruck
  • Regulieren die Dickdarmfunktion
  • Vermehrte Harnausscheidung

Die so genannte Sau- oder Puffbohne, die wir als Gemüse kennen, wird besonders in China und in einigen Teilen Europas angebaut. Sie beugen Hämorrhoiden und anderen Darmbeschwerden vor, zu Beispiel bei Durchfall.

Grüne Bohnen stellen eine ernste Gefahr für Kinder dar, wenn Sie sie beim Spiel im Garten oder in der Küche roh verzehren. Es gibt jährlich mehr Vergiftungsfälle durch dieses Gemüse als durch giftige Zierpflanzen.

Samen und unreife Hülsen sind ungekocht giftig.

BORRETSCHÖL

BORRETSCHÖL
  • Gegen Frauenleiden
  • Gegen Herzleiden, harntreibend, blutreinigend
  • Borretschöl lindert Prämenstruelles Syndrom
Die Zeit vor dem Eintreten der monatlichen Regel ist für viele Frauen nicht ganz einfach. Sie haben die unterschiedlichsten Beschwerden, leiden unter Kopfschmerzen, Depressionen, Heißhungerattacken, Bauchkrämpfen, Nervosität Schlafstörungen und Brustspannen. Forscher haben festgestellt, dass häufig ein Mangel an Gamma-Linolensäure die Ursache für die Beschwerden ist. Diese mehrfach ungesättigte Fettsäure spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und bei der Regulation des weiblichen Zyklus. Fehlt dem Organismus dieser Stoff, geraten Körper und Seele aus dem Gleichgewicht. Borretschsamenöl, das reichlich Gamma-Linolensäure enthält, wirkt auf die Hormonstörungen im weiblichen Organismus und kann solche Mängel ausgleichen. Meist reicht es aus, die Ernährung in den ersten sechs Wochen kurmäßig mit täglich drei Kapseln Borretschsamenöl zu ergänzen. Anschließend genügt eine Kapsel pro Tag. Die Mediziner sprechen vom prämenstruellen Syndrom.
Außerdem gilt Borretsch-Öl als Herzschutz. Bei nachlassender Leistung des Körperabwehrsystems setzt man es auch ein.

BOHNENKRAUT

BOHNENKRAUT
  • Fördert die Verdauung
  • Gegen Blähungen & Durchfall
  • Hilft bei Husten und Verschleimungen
  • Potenzstörung
Die Heimat des Bohnenkrauts ist wohl das Schwarze Meer und das Mittelmeergebiet. Wie so viele duftende Kräuter brachten die Benediktiner auch diese über die Alpen zu uns. Seit Karl dem Großen wird diese Arznei und Gewürzpflanze angebaut.
Heilwirkung:
Es handelt sich bei Bohnenkraut um eine Droge, die den  ganzen Magen- und Darmtrakt günstig beeinflusst. Zur Förderung der Verdauung eignet sie sich ebenso wie als Mittel gegen Blähungen und zur Appetitanregung. Bei Durchfällen, die mit Gärungseerscheinungen einhergehen, zeigen sich nach kurzer Zeit deutliche Erfolge, die wohl auf das ätherische Öl zurückzuführen sind. Gegeben wird die Droge als Tee- auch bei Husten und Verschleimung.
Anwendung:
So wird Bohnenkrauttee bereitet: 2 Teelöffel Bohnenkraut mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und täglich drei Tassen  warm und schluckweise trinken. Als Hustentee ist Süßen mit Honig zu empfehlen. Bohnenkrauttee sollte jedoch nicht länger als drei Wochen getrunken werden. Anwendung als Gewürz: Eine noch größere Rolle spielt das Bohnenkraut als Gewürz, auch in der Diätküche. Es schmeckt aromatisch scharf, pfefferlich bis bitter. Man würzt vornehmlich deftige Hausmannskost mit Bohnenkraut, wie Bratkartoffeln mit Speck, Gemüse- und Fleischeintöpfe, dicke Bohnen, Wurst, Gehacktes, Hülsenfrüchte, Kohlgerichte, Kartoffelsalat und Braten. Ganz besonders passt Bohnenkraut zum Bauernfrühstück (Bratkartoffeln mit Eiern und Speck). In der Diätküche ist Bohnenkraut erlaubt, wenn man nicht überwürzt. Zusammen mit Basilikum kann es Salz und Pfeffer weitgehend ersetzen.
Die Anwendung in der Volksmedizin ist die Gleiche wie im Abschnitt „Heilkunde“ angegeben. Lediglich die unterstützende Anwendung durch Bäder bei Keuchhusten der Kinder und der Asthmatiker ist hier nachzutragen. So wird das Bohnenkraut-Bad bereitet: 100g Bohnenkraut mit 1 l kochendem Wasser übergießen, 20 Minuten ziehen lassen. Die abgeseihte Flüssigkeit wird dem Vollbad zugesetzt. Man kann auch daraus einen Hustentee zubereiten. Zwei Teelöffel zerkleinertes Kraut mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergießen. Nach fünf Minuten abseihen eventuell mit Honig gesüßt, trinken.
Mit dem Problem der Potenzstörung hat sich die Naturmedizin schon seit urdenklichen Zeiten beschäftigt. Ein  Tee aus Bohnenkraut kann Abhilfe schaffen. Bereiten Sie sich folgenden Tee aus Bohnenkraut zu und trinken Sie ihn über einen längeren Zeitraum: 2 Teelöffel Bohnenkraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen, dann durchseihen. Morgens und abends je eine Tasse Tee ungesüßt trinken.
Ernte und Aufbereitung:
Man sollte das Bohnenkraut zur Blütezeit ernten und an der Luft trocknen. Als Gewürz kann man die jungen Blätter täglich frisch aus dem Garten holen, doch auch getrocknet ist das Bohnenkraut ein ausgezeichnetes und gesundes Gewürz. Neben dem einjährigen Bohnenkraut gebraucht man auch noch das mehrjährige kräftige Bergbohnenkraut, von dem es wiederum 2 Arten, nämlich das Niederlegende und das Aufrechtstehende Bergbohnenkraut gibt. Wirkung und Anwendung aller Arten sind fast gleich.
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Sitosterin. Das ätherische Öl wiederum besteht aus Carvacrol, Thymol, Dipenten, Phenolen und anderen.


BRENNNESSEL

BRENNNESSEL
  • Lindern Gelenkschmerzen und Arthrose
  • Gegen Rheuma, Gicht und Stoffwechselstörung
  • Haarausfall
  • fördert die Blutbildung
Die Brennnessel wächst gern am Wiesenrand, auf Feldern und in Gärten, aber auch zwischen Hecken. Jeder kennt sie. Von Ihren Freunden wird sie bereits sehnsüchtig erwartet, von Spaziergängern und Joggern eher gemieden. Fast jeder hat mit Ihr schon Bekanntschaft gemacht und darunter leiden müssen. Die kleinen, feinen, spröden Haare auf den Blättern enthalten eine Flüssigkeit. Wenn man die Brennnessel berührt, brechen die Spitzen dieser Haare ab. Die Flüssigkeit ruft auf der Haut Entzündungen und Schmerzen hervor. Viele verfolgen die Brenn-Nessel als Unkraut. Doch sie ist ein Heilkraut, das wir viel mehr für unsere Gesundheit einsetzen sollten:
Trinken Sie regelmäßig Brennnesseltee. Er lindert rheumatische Schmerzen, regt den Stoffwechsel an, wirkt harntreibend und reinigt das Blut. Auch Gichtschmerzen können damit gelindert werden. Die Arbeit der Nieren wird aktiviert. Akne und andere Hautkrankheiten können damit bekämpft werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Brennnesseltee zuzubereiten:
Pflücken Sie die zarten Brennnesselspitzen, waschen, klein schneiden. Einen gehäuften Teelöffel des Krautes mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, nur ein bis zwei Minuten zugedeckt ziehen lassen, durchseihen, ungesüßt trinken.
Vom getrockneten Brennnesselkraut werden zwei Teelöffel mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen, acht Minuten ziehen lassen. Dann durchseihen und ungesüßt trinken. Bei einer Kur zur allgemeinen Kräftigung, zur Entgiftung und Entschlackung des Organismus trinkt man drei Wochen lang dreimal täglich eine Tasse Brennnesseltee.

Auch das uralte Rezept von Pfarrer Kneipp bewährt sich heute noch gegen 

Rheumabeschwerden:
Pflücken sie ein paar Brennnesselstauden und streichen Sie damit, solange diese frisch sind und brennen, mehrmals am Tag über die schmerzenden Körperstellen, bis sich die Haut rötet. Das wird anfangs zwar unangenehm sein, hat aber eine erstaunliche Wirkung.

Was wenige wissen:
Die Brennnessel stärkt das Haar, gibt ihm einen schönen Glanz und verhindert Haarausfall.

Dazu folgendes Rezept:
Fünf ganz große Brennnessel gut waschen, schneiden, in einem Topf mit Wasser bedecken zum Kochen bringen und 15 Minuten köcheln lassen. Dann durchseihen und damit das Haar spülen. Wer für diese Prozedur keine Zeit hat, besorgt sich aus dem Reformhaus Brennnessel-Frischpflanzensaft und massiert jeden Tag einen Esslöffel davon in die Kopfhaut.
Ebenfalls bei Haarausfall sollte man 100 Gramm Brennnesselblätter zerkleinern, mit 1/4 Liter Wasser und 1/4 Liter Essig kurz aufkochen und zum Haare waschen verwenden. Gegen schnell fettende Kopfhaut haben sich Brennnesselblättertees stets bewährt.

Man kann mit der Brennnessel einen hervorragenden Vital-Drink zubereiten, der Kraft für den ganzen Tag gibt:
Eine Handvoll frischer Brennnesselblätter wird klein geschnitten und in eine Schüssel mit etwas Wasser gelegt. Nach einer Stunde presst man die Blätter fest aus und verrührt den Saft mit 1/4 Liter Buttermilch. Langsam trinken.
Das Brennnesselsamen bei Potenzstörungen wirksam sind, ist bekannt. Doch diese Heilpflanze kann mehr. Mit Brennnesselextrakt, einem Arthrosemittel, lässt sich krankhafter Gelenkverschleiß lindern. Er wirkt direkt dreifach gegen Arthrose:
Histamine erweitern die Gefäße, fördern die Durchblutung, Enzyme steigern den Stoffwechsel der Knorpelzellen, Ketone (Salz der Essigsäure) bauen die abgeriebenen Knorpelteilchen ab. Die Schmerzen klingen ab, man wird wieder beweglich. Wichtig ist aber auch eine fleisch- und fettarme Kost sowie reichlich Flüssigkeit und Gymnastik.

Die Brennnessel, eine Pflanze mit zwei Gesichtern:
Auf der einen Seite besitzt sie Heilkraft, auf der anderen Seite schmerzt die Berührung mit ihren Blättern. Die jungen Triebe brennen jedoch nicht. Sie sind reine Vitalstoffspender, wenn man sie an Salate, Suppen oder Spinat gibt. Junge Blätter haben noch kein Nesselgift gebildet, enthalten aber sehr viel Chlorophyll, Eisen und Vitamin C. Diese Wirkstoffkombination fördert die Blutbildung im Körper und wirkt gegen Erschöpfungs- und Ermüdungszustände. Erst ältere Pflanzen sondern das Nesselgift ab, wenn man sie berührt. Schon ein Zehnmillionstel Gramm auf der Haut reicht aus, um Schwellungen und Rötungen auszulösen. Dieses Nesselgift fördert die Durchblutung und ist daher ideal bei Schmerzen im Bewegungsapparat.

Die wertvollen Inhaltstoffe, welche die Brennnessel zu einem Heilkraut machen:
Acetylcholin, Chlorophyll, Eisen, Kalium, Gerbstoffe, Kieselsäure, Calcium, Vitamin C und Serotonin.

Die Brennnessel heißt auf Lateinisch fast genauso: Ihr botanischer Name leitet sich vom "urere" (brennen) ab. Sie war in Europa vor Einfuhr der Baumwolle die bedeutendste Faserpflanze. Nesseltuch wurde schon im 12.]ahrhundert von Albertus Magnus erwähnt. Und noch heute wird es - beispielsweise in der Küche - von keinem anderen Stoff übertroffen.

In der Volksmedizin unserer Vorfahren spielte die Brennnessel eine große Rolle:
Ihre Wurzel galt als blutreinigendes Mittel; sie wurde auch gegen die Wassersucht benutzt. Sie wirkt außerdem hilfreich, wenn man Beschwerden beim Wasserlassen hat. Zum Tee nimmt man zwei Teelöffel vom getrockneten Kraut oder auch eine Handvoll junger, frischer Blätter, die mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen werden. Man läßt den Tee fünf Minuten ziehen, seiht ihn ab und trinkt über einen Zeitraum von vier bis acht Wochen jeden Tag morgens und abends je eine Tasse lauwarm. Für den Saft preßt man die ganze Pflanze aus.


BRAUNALGEN

BRAUNALGEN

  • Kurbelt die Schilddrüse an
  • verbrennt Kalorien
Ärzte haben festgestellt, dass Kräutertropfen, die einen Extrakt aus Braunalgen enthalten, die Schilddrüse ankurbeln. Dadurch verbrennt der Körper mehr Kalorien und baut Fettpolster ab. Menschen mit Übergewicht werden nicht nur schlanker, sondern auch aktiver. Bei Schilddrüsenerkrankungen sollte man die homöopathischen Tropfen nicht nehmen und unbedingt mit dem Arzt darüber sprechen.

BROKKOLI

BROKKOLI
  • Schützt vor verschiedenen Krebsarten
  • Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche
Es ist amerikanischen Forschern der John Hopkins Universität gelungen, den Bauplan von Genen und Enzymen zu identifizieren, die Gifte aus unseren Zellen entfernen können und damit Krebs verhindernd wirken. Mit Hilfe eines Gen-Chips konnten die Wissenschaftler die komplexen Aufgaben 1000 verschiedener Proteine untersuchen. So fand man Erstaunliches über Brokkoli heraus. Ein Bestandteil des Gemüses „ Sulphoraphan „ kann nach Ansicht der Wissenschaftler Krebs verhindern und die Gifte aus den Zellen entfernen. Mit dieser Studie soll das gesamte menschliche Immunsystem besser erklärt werden. Man hofft, als Folge daraus Nahrungsmittel, die zur Vorbeugung von Krebs führen, besser identifizieren zu können. Wir wissen nur, dass Sulphoraphan ein Netzwerk von Genen schaffen kann, das in der Lage ist, das weite Spektrum von Krebserregern zu zerschlagen, so Professor Shyam Biswal.
80-100 Gramm Brokkoli am Tag schützen möglicherweise gegen verschiedene Krebsarten, vor allem gegen Dickdarm.- und Lungenkrebs.
Nicht nur ein Problem des Alters: Die Vergesslichkeit. Essen Sie zweimal in der Woche Brokkoli: Die darin enthaltenen Glucosinolate, Carotinoide, das Eisen und das Calcium erhöhen die Konzentrationsfähigkeit.

BRUCHKRAUT

BRUCHKRAUT
  • Lindert Blasenkrämpfe
Das Bruchkraut Herniaria hirsuta L.) ist eine recht unscheinbare Pflanze, die wie ein Bodendecker wächst. Ihre Blüten sind gelbgrün und sehr klein. Man sammelt und trocknet die 0berirdischen Teile der Pflanze. Auszüge daraus verwendet man zum Entwässern bei Krämpfen der Blase sowie bei Entzündungen von Harnleiter und Blase.
Das Bruchkraut kann jedoch noch mehr:
Es wird außerdem bei Gicht und Rheuma, bei Atemwegserkrankungen und Nervenleiden eingesetzt. Für den Tee nimmt man einen Teelöffel des fein geschnittenen, getrockneten Krautes und setzt es mit 150 Milliliter kaltem Wasser auf. Kurz aufkochen lassen und nach fünf Minuten abseihen. Die Reste im Sieb mit einem Löffel ausdrücken. Bei den genannten Beschwerden trinkt man dreimal täglich eine Tasse stets frisch zubereiteten Tee. Nebenwirkungen sind bei einer vorschriftsmäßgen Anwendung nicht zu erwarten. Man so1lte das getrocknete Kraut jedoch nicht mehr benutzen, wenn es länger als ein Jahr liegt.

BRUNNENKRESSE

BRUNNENKRESSE

  • Förderung der Stoffwechselfunktionen
  • Verbesserung des Allgemeinbefindens
Der Heilpflanzensaft der Brunnenkresse enthält Senföle und verwandte Stoffe, die als scharf bis aromatisch schmeckende Wirkstoffe für die Pflanzenfamilie der Kreuzblütler charakteristisch sind und desinfizierende Eigenschaften aufweisen.
Der Brunnenkressesaft wirkt allgemein stoffwechselanregend, was sich an vielen Stellen im Organismus positiv bemerkbar macht. Die Verdauung wird verbessert, da Magen, Darm und Leber in ihren Körperfunktionen unterstützt werden. Außerdem fördert die Brunnenkresse als harntreibendes Mittel die Ausscheidung von Schlackenstoffen und wird deshalb in der Volksheilkunde schon seit altersher bei Frühjahrskuren eingesetzt. Der wirksame Bestandteil des Presssaftes wird aus frischem, blühendem Brunnenkressekraut gewonnen.
Weiter ist sie bei trockenem Husten, Gelbsucht, Ödemen, Ausfluss, Schmerzen beim Wasserlassen, Blasenentzündung, Bläschen im Mund oder geschwollenes Zahnfleisch wirkungsvoll.
Gegenanzeigen:
Nicht anzuwenden bei Magen und Darmgeschwüren entzündlichen Nierenerkrankungen. Die Anwendung sollte nicht bei Kindern unter 4 Jahren erfolgen. Bei uns ist die Brunnenkresse in der Küche von der milderen Gartenkresse verdrängt worden. In England sind aber zur Teestunde feine Toastsandwiches mit Brunnenkresseblättern auf Butter nach wie vor sehr beliebt.

BUCHWEIZEN

BUCHWEIZEN

  • Fördert die Durchblutung
Viele Menschen leiden an Durchblutungsstörungen in den Beinen. Ursache dieser Beschwerden ist ein Blutstau, weil der Rückfluß des Blutes zum Herzen gestört ist. Erste Symptome sind oft Besenreißer (pinselartige Erweiterungen feinster Gefäße).
Als auffälligstes Anzeichen gelten allerdings Krampfadern. Aber auch hier kann die Natur helfen. Das blühende Kraut des Buchweizens enthält Rutin, das ist ein Wirkstoff, der die feinsten Gefäße abdichten, deren Brüchigkeit verringern und den Flüssigkeits.- sowie Stoffaustausch normalisieren kann. Diesen Wirkstoff gibt es in Form von Tabletten in der Apotheke.

CHILIPFEFFER

CHILIPFEFFER

  • Beugt Erkältungen vor
  • Macht Atemwege frei
Zehn bis zwanzig Tropfen scharfe, rote Chilisauce pro Tag in einem Glas Wasser oder eine scharf gewürzte Mahlzeit dreimal in der Woche können dazu beitragen, die Atemwege frei von Sekretstau zu halten, können chronische Bronchitis und Erkältungen vorbeugen oder zu ihrer Behandlung dienen. Zwei Teelöffel Jalapenopfeffer können den blutgerinsellösenden Mechanismus anregen und gegen Herzkrankheiten und Schlaganfällen schützen.
Vorsicht bei Magengeschwüren.




CRANBERRY


CRANBERRY
  • Schützt die Blase
  • schütz vor Harnwegsinfektionen
  • Blasenentzündung
  • Nierensteine
Die Verwandte der Preiselbeere hat es in sich. Studien belegen, dass der regelmäßige Konsum von Cranberry Classic Fruchtsaftgetränk vor Harnwegsinfektionen (HWI) schützen kann, sogar gegen solche, die von Antibiotika-resistenten Bakterien verursacht werden. Dies geschieht indem natürliche Wirkstoffe der Cranberry das Andocken von bestimmten Bakterien an den Wänden des Harnwegtraktes und somit die Ursache von schmerzhaften Infekten, auch Zystitis genannt, schon im Vorfeld die Keime  vernichten. Nach Erkenntnis der Forscher, sollte der herbsüße Saft zwei mal am Tag, und zwar am Morgen und am Abend zu sich zu nehmen um einen Rund-um-die-Uhr Schutz zu erreichen, denn Wirkung des Fruchtsaftes hält bis zu 10 Stunden an. Gerade Frauen erkranken häufig an dieser, durch Bakterien ausgelösten Infektion. Bei einer Blasenentzündung trinken Sie täglich etwa einen Viertelliter Cranberry-Saft zur Vorbeugung und als Therapie. Bei Nierensteine oder als Prävention, sollten Sie eine Kur mit Cranberry-Kapseln machen.


CURRY

CURRY
  • Kann Bakterien abtöten
  • Bringt einen trägen Darm in Schwung
  • Beugt der Gallenstein-Bildung vor
Haben Sie schon einmal nachgedacht, was sich hinter dem Gewürznamen Curry verbirgt?
Curry ist eine Gewürzmischung, die sehr oft aus 20 verschiedenen Gewürzen besteht. Das zerriebene Blatt des Curry-Baumes ist manchmal in minimaler Menge dabei, oft aber gar nicht. Denn der Gewürzname Curry kommt von dem Wort Kari aus der indischen Tamilen-Sprache. Und das bedeutet soviel wie Soße.
Die Grund-Zutaten für das Curry-Gewürz sind schwarzer Pfeffer, Chili, Koriander, Ingwer Kreuzkümmel, Kurkuma, geröstete Senf-Samen, Nelken, Bockshornklee, Zimt, Muskat, Kardamom, Macis und Piement. Die genannten Gewürzsamen oder Pflanzen werden zerrieben und gemischt.

Die Wirkung des Curry-Gewürzes ist in erster Linie auf die ätherischen Öle, auf die Scharf- und Bitterstoffe und auf die Pflanzenfarbstoffe zurückzuführen. Und das alles kann man mit Curry für die Gesundheit tun:
Curry fördert die Verdauung, bringt einen trägen Darm wieder in Schwung.
Curry wirkt im Magen und Darm desinfizierend. Das Gewürz kann Bakterien abtöten.
Es fördert die Speichelbildung, bekämpft daher sehr erfolgreich einen trockenen Mund.
Das gelbe Gewürz kann den Gallenfluss fördern und der Gallenstein-Bildung vorbeugen.
Mit Curry stärkt man die Leber und unterstützt ihre Entgiftungsarbeit. Diese Wirkung ist vor allem auf das Kurkuma-Gewürz aus Indien zurückzuführen. Es gilt in der Naturheilkunde schon lange als Leber-Medizin.
Curry aktiviert den gesamten Stoffwechsel. Curry eignet sich am besten zum Würzen von Reisgerichten, Lamm, Hammel, Geflügel, Fisch. Auch fettes Fleisch kann man mit Curry weniger belastend für den Organismus machen. In einer Fleischbrühe, im Quark und in Speisen mit Eiern muss man mit Curry sparsam umgehen.

Wem der Geschmack zu scharf ist, der kann einen Trick anwenden:
Rühren Sie einfach etwas Sauerrahm, Schlagsahne oder Kokosmilch dazu. Damit schmeckt Curry viel milder.

DATTELN

DATTELN
  • Datteln steigern die Leistung
  • Stimmungsaufhellend bei Trauer
  • Kummer und Depressionen
  • Erschöpfung und Schlaflosigkeit
Durch ihren hohen Fruchtzuckergehalt sind die braunen Früchte wahre Energiespender. Sie fördern die körperliche und geistige Leistung, wenn die Konzentration nachlässt. Dadurch sind sie ideal als leckerer Pausensnack. Sie enthalten zudem viel Kalzium, das die Knochen stärkt. Das Kalium der Palmenfrüchte reguliert den Wasserhaushalt und stärkt Muskulatur und Nerven. Darüber hinaus senken sie den Blutdruck und regen sanft die Verdauung an.
Datteln sind nicht nur als Zutaten zu Arzneien, sondern auch für die Ernährung sehr wertvoll. Bereits vier Datteln enthalten ein Drittel des Tagesbedarfs an Eisen, den ein Mensch braucht. Im Übermaß genossen, können Datteln Durchfall verursachen.

DREIBLATT

DREIBLATT

  • Entschlackt und entwässert
  • auch unter dem Namen "Giersch" bekannt
Fühlt man sich im Frühjahr müde und schlapp, so liegt das zum Teil auch daran, dass sich während des Winters im Organismus überschüssiges Wasser, Schlacken und Giftstoffe angesammelt haben. Höchste Zeit, den Ballast wieder loszuwerden. Dabei kann eine heimische Pflanze, das Dreiblatt, den Körper auf natürliche Weise unterstützen. Dreiblatt enthält reichlich Kalium - ein Vielfaches mehr als Spargel. Das bringt den schlappen, antriebslosen Stoffwechsel auf Trab, regt die Entwässerung und die Entgiftung an. Mit dem überflüssigen Gewebewasser werden abgelagerte Schlackenstoffe ausgespült, der Organismus insgesamt entlastet.
Und es gibt noch einen angenehmen Nebeneffekt, den nicht nur Frauen zu schätzen wissen:
Das Entgiften und gleichzeitige Entwässern des Körpers aktiviert und beschleunigt den Fettabbau. Die Pfunde purzeln, das Bindegewebe wird straff. Dreiblatt gibt es auch als Pflanzengranulat in Apotheken.

DISTEL

DISTEL
  • Senkt den Cholesterinspiegel
Jeder weiß, dass zuviel tierisches Fett in der Ernährung auf  Dauer den Cholesterinspiegel und somit das Infarktrisiko erhöhen kann. Man sollte jedoch auch wissen, dass linolsäurereiche Kost die erhöhten Cholesterinwerte senkt. Linolsäure ist das beste Mittel bei zu hohem Cholesterinspiegel. Bestimmte Pflanzenöle (etwa Olive, Walnuss und Sonnenblume) sind reich an Linolsäure. Aber die Pflanze mit dem höchsten Gehalt ist  die Distel. Sie hat in ihrem Öl 75 – 80 Prozent Linolsäure. Distelölkapseln (Apotheke) sind frei von Nebenwirkungen und besser als andere Mittel geeignet, den Cholesterinstoffwechsel positiv zu beeinflussen.

EISENKRAUT

EISENKRAUT
  • Kompressen gegen Geschwüre
  • Brand- und Schnittwunden
  • Magenbeschwerden, Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Nervosität und Schlaflosigkeit
Schon König Artus und seine Ritter sollen die Pflanze in ihrem Kriegsgepäck gehabt haben, denn Eisenkraut hatte den  Ruf, alle Wunden zu heilen, die durch eiserne Waffen geschlagen. Das würde auch die  Herkunft seines Namens erklären. Das heimische Eisenkraut gehört eher zu den unscheinbaren Gewächsen, im Gegensatz zum üppig wuchernden südamerikanischen. Die Pflanze hat dürre Zweige mit Zipfelchen, aus denen kleine, rötliche und blassblaue Blüten sprießen.
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Während dieser Zeit wird das Kraut gesammelt, zu Sträußen gebunden und an der Luft getrocknet. Zu seinen Wirkstoffen zählen vor allem ätherisches Öl, Gerbstoffe, Glykoside und Kieselsäure. Eisenkraut hilft bei Magenbeschwerden, Durchfall, Appetitlosigkeit, Nervosität und Schlaflosigkeit. Heilpraktiker empfehlen es in Form von Kompressen gegen Geschwüre, Brand- und Schnittwunden. Für den Aufguss überbrüht man zwei gehäufte TL mit einem viertel Liter kochendem Wasser, das man fünf Minuten ziehen 1äßt. In Frankreich ist Verveine, wie das Kraut dort genannt wird, ein beliebter Genusstee. Man bekommt ihn in Apotheken und Lebensmittelgeschäften. Auch bei uns gibt es neuerdings Eisenkraut in praktischen Teebeutel.

EFEU

EFEU

  • Entzündungen der Atemwege
  • Gegen Gallenleiden
  • Blutreinigend, schweißtreibend
Wohl kaum jemand bleibt beim Auf und Ab der Temperaturen im Winter von Erkältungen verschont. Meist beginnt es mit einem Kratzen im Hals, die Schleimhäute entzünden sich, Husten stellt sich ein. Hier kann die natürliche Heilkraft des Efeus (lateinisch: Hedera helix) helfen. Denn ein Extrakt aus Efeublättern hemmt Entzündungen der Atemwege, wirkt krampflösend und schleimverflüssigend.
Schon in der Antike hat man Efeu benutzt. So gibt es medizinische Abhandlungen von Hippokrates (460 bis 375 v. CH.), in denen Efeu als Heilmittel erwähnt wird. Und in Kräuterbüchern des Mittelalters ist zu lesen, dass Efeublätter in Pulverform den Husten lindern. Auch Sebastian Kneipp behandelte häufig mit Efeu.
Heute wird durch ein spezielles Aufbereitungsverfahren aus den Blättern dieser immergrünen Pflanze ein Extrakt gewonnen. Vor allem Kinderärzte verordnen gern Efeuextrakt-Präparate.
Ganz neu sind Efeu-Hustenlöser-Tabletten, die auch sehr gut für eine Langzeittherapie geeignet sind. Es gibt sie in der Apotheke. Wer an akuten Katarrhen der Atemwege mit Husten oder gar an einer chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankung leidet, kann diese mit den Hustenlöser-Tabletten behandeln.
Anmerkung: Vergiftung möglich, deshalb nur nach ärztlicher Anweisung nehmen!

ENZIAN

ENZIAN
  • Enzian hilft bei Magenbeschwerden
  • stärken das Verdauungssystem
Stress und Hektik zerren nicht nur an den Nerven auch der Magen macht dann Probleme. Es kann zu Magendrücken, Völlegefühl und Sodbrennen kommen.
Doch gegen diese Beschwerden ist ein Kraut gewachsen:
Der gelbe Enzian. Die Extrakte seiner Wurzel verwendet man seit Jahrhunderten zur Linderung von Magenbeschwerden. Die Wurzel enthält Bitterstoffe, die unser Verdauungsorgan beruhigen, die Magenfunktion stärken und dafür sorgen, dass er gleichmäßig Verdauungssäfte produziert. Doch Achtung: Gehen Sie bitte nicht in die Berge, um die Enzianwurzel selbst zu sammeln. Denn die Sträucher sind gesetzlich geschützt. Außerdem wird Enzian seit langem zu Heilzwecken angebaut, zur richtigen Zeit geerntet und dann zu wirkungsvollen Mitteln verarbeitet. Der Wurzelextrakt schmeckt ein wenig bitter. Deshalb wird er in Kapselform verabreicht. Die Kapsel löst sich auf, die Substanz tritt aus und wirkt genau dort, wo sie heilen soll, nämlich im Magen. Die Betroffenen bekommen wieder Appetit, Magendruck, Völlegefühl und Sodbrennen verschwinden.
Während der kalten Jahreszeit kann es schnell mal passieren, dass man seinem Magen zu viel zumutet, indem man zu üppig und zu fett isst. Das führt dann zu Völlegefühl, Magenkrämpfe, Blähungen sowie Bauchschmerzen. Es gibt jedoch zum Glück eine ganze Reihe von Naturheilmittel, die zumindest die unangenehmsten Folgen der Ess-Sünden lindern können. Dazu gehört neben Löwenzahn, Artischocke sowie Anis der gelbe Enzian. Von dieser Alpenpflanze verwendet man die Wurzel. Sie ist reich an Bitter- und Gerbstoffen, welche sich ausgezeichnet insbesondere bei Magenschwäche und -krämpfen bewährt haben.
Die Wirkung der Enzianwurzel regen aber nicht nur die Magensaftbildung, sondern außerdem auch die Leber, sowie die Bauchspeicheldrüse an. Weil die Verdauung bereits im Mund beginnt sollte Enzian immer schon vor den zu erwartenden üppigen Mahlzeiten genommen werden.
Hier ist das Rezept für den Tee:
Einen Teelöffel Enzianwurzel mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen. Fünf Minuten lang ziehen lassen und eine halbe Stunde vor der Mahlzeit trinken.